Stahl richtig entsorgen

Stahl – allgemeine Infos

Stahl gehört allgemein zu den weltweit am weitesten verbreiteten Werkstoffen. Er lässt sich komplett wiederverwerten und schon heute wird mehr als die Hälfte des benötigten Stahls aus Recyclingmaterial gewonnen. Stahlschrott wird generell in drei grobe Kategorien eingeteilt. Man unterscheidet den so genannten Eigenschrott, den Neuschrott sowie den Altschrott. Die Kategorie Eigenschrott beinhaltet reinen Stahlschrott, der keine weiteren Fremdstoffe enthält. Eigenschrott entsteht vor allem direkt in den Stahlhütten und wird auch dort umgehend wieder eingeschmolzen. Bei Neuschrott handelt sich um Reste, welche bei Verarbeitungsprozessen von Stahl anfallen, zum Beispiel in der Industrie. Nachdem er fachgerecht aufbereitet worden ist wird auch der Neuschrott zur Wiederverwertung eingeschmolzen. Altschrott ist Stahlschrott, welcher sich bereits im Umlauf befindet und zum Beispiel auf Schrottplätzen gesammelt wird. Sehr viel Altschrott fällt etwa in Form von Konsumgütern oder auch in der Industrie an.

Bei Altschrott liegt sich der Stahl sehr häufig in Verbindung mit anderen Werkstoffen vor. Aus diesem Grund muss Altschrott erst zerlegt und getrennt werden. Im Anschluss ist dann eine Wiederverwertung möglich. Eine besondere Form des Stahls ist der so genannte Nirosta Stahl, der sowohl rost- als auch säurebeständig ist. Diese Eigenschaften entstehen durch die Zusetzung von Chrom, Nickel, Mangan, Molybdän und Niob. Die am häufigsten vorkommenden Varianten des Nirosta Stahls sind die Sorten V2A und V4A Stahl. Sie besitzen eine silberne Farbe, sind nicht magnetisch und rosten nicht. Generell kommt Nirosta Stahl in der Medizintechnik und der Industrie zum Einsatz, aber auch in Form von Balkon- oder Treppengeländern sowie Waschbecken. Der so genannte Kernschrott ist eine Form des Altschrotts, der anfällt, wenn Gebäude aus Stahlbeton abgerissen werden. Stahlträger und die so genannten Moniereisen (einbetonierter Stahl zur Verstärkung von Stahlbetonteilen) bilden die Hauptbestandteile dieser speziellen Schrottsorte.

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Stahl – die richtige Entsorgung

Bei der Entsorgung von Stahlschrott wird dieser zu Paketen gepresst, die dann wieder eingeschmolzen werden können. Bevor es zu diesem Schritt kommt, muss der Schrott entsprechend sortiert und bearbeitet werden, denn nur möglichst reiner Schrott lässt sich problemlos wieder einschmelzen. Die Bearbeitung und Sortierung geschieht häufig durch spezialisierte Unternehmen, die sowohl Industrieschrott oder Gewerbeschrott sowie privaten Schrott entsorgen. In vielen Fällen finden sich auch Händler oder Verwertungsbetriebe, die sich auf bestimmte Sorten von Schrott spezialisiert haben. Es besteht ein weltweiter Handel von Schrott, und je nach Material und Lage des Marktes werden unterschiedliche Preise bezahlt. Dabei kommt es zusätzlich noch auf die Reinheit des jeweiligen Schrotts an. Es lohnt sich dementsprechend bei der Entsorgung von Stahl die aktuellen Preise im Auge zu behalten, die schwanken können. Die Abholung von größeren Mengen Schrott, den man nicht selbst bei den entsprechenden Stellen entsorgen kann, wird von vielen Unternehmen kostenlos durchgeführt. Anschließend erfolgt dann die Vergütung zum jeweils aktuellen Preis. Dabei ist in der Regel Voraussetzung, dass der Schrott Metall enthält. Egal ob Stahlträger, Stahlbleche, Zäune, Gitter, Stahlprofile oder Fahrräder – Stahlschrott über ein Unternehmen entsorgen zu lassen ist für private Haushalte die einfachste und unkomplizierteste Lösung. Aber auch Gewerbe und Industrie entsorgen den anfallenden Stahl in der Regel fachgerecht über entsprechende spezialisierte Unternehmen.

Stahlentsorgung ist Umweltschutz

Generell ist die fachgerechte Entsorgung von Stahl ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Umwelt und dient nicht allein finanziellen Interessen. Stahl ist insgesamt der am meisten wiederverwertete Rohstoff in der Industrie, und weltweit werden ungefähr 70% des Stahls recycelt. Dies entspricht einer jährlichen Menge von über 500 Millionen Tonnen. Die fachgerechte Entsorgung mit anschließendem Recycling besitzt im Vergleich zur Herstellung von Stahl im Hochofen eine deutlich bessere Energiebilanz. So wird bei der Herstellung von einem Kilo Recyclingstahl weniger als die Hälfte an Kohlendioxid freigesetzt als bei der Erzeugung von Stahl im Hochofen. Auch führt das Recycling von Stahl dazu, dass weniger Rohstoffe wie Kohle oder Eisen benötigt werden, die zur Stahlerzeugung notwendig sind. Diese werden oft in einer Art und Weise abgebaut, welche die Umwelt sehr stark belastet. Stahl wird heutzutage fast in allen Produktbereichen verwendet und Experten prognostizieren einen Anstieg der Nachfrage von mehr als 50 Prozent in den nächsten zehn Jahren. In diesem Zusammenhang besitzt die richtige Entsorgung von Stahl eine große Bedeutung, damit dieser fachgerecht recycelt werden kann.

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